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Ein Stückchen Erde des Friedens, der Liebe und der Spiritualität

Ein Stückchen Erde des Friedens, der Liebe und der Spiritualität

Der Trasimeno ist ein Stückchen Erde, worüber alle von Gemütlichkeit und Wärme sprechen, und wo im Laufe der Jahrhunderte emblematische Figuren unauslöschliche Spuren hinterlassen haben, die die besten Beispiele sind für ein tiefes Gefühl der Liebe, des Friedens und der Spiritualität sind.

Der Legende nach begann alles mit dem Prinzen Trasimeno, Sohn des Königs Tirreno, der hoffnungslos in die Nymphe Agilla verliebt war, die in den Gewässern des Sees lebte. Sie verwirklichten ihren Traum von Liebe und Trasimeno zögerte nicht, ins Wasser zu springen, um immer bei ihr zu bleiben. Auch heute noch, meint man in manchen Nächten, den Schrei der Nymphe auf der Suche nach ihrem Geliebten zu hören, so erzählen die älteren Fischer. Und jedes Mal erhebt sich eine Flutwelle in der Mitte des Sees, wo Agilla ihren Trasimeno erwartet.

Eine andere romantische und tragische Liebe ist die zwischen der Dichterin Vittoria Aganoor und dem Ortsvertreter Guido Pompilj, die an der Wende des zwanzigsten Jahrhundert stattgefunden hatte. Als Vittoria Aganoor in Monte del Lago ankam, schrieb sie in ihren Gedichten über die Schönheit dieses Sees und seine überwältigenden Sonnenuntergänge.

Es war eine sehr leidenschaftliche Liebe, aber Vittoria wurde schwer krank und starb. Pompilj kümmerte sich um  die Trauerfeier , und bevor er sich danach selbst umbrachte, schrieb er noch in einem Schriftstück, daß er neben ihr begraben werden wolle.

Aus einer Szene der großen Lieben in einem Land der Heiligen und der Spiritualität.

Der Trasimeno kann ideal als zentraler geografischer Mittelpunkt einer Route sein, die die vielen “Orte des Heiligen Franziskus” verbindet. Ausgehend von Assisi (Basilika, San Damiano, Eremo, S. Chiara) geht es dann zur Kapelle Santa Maria degli Angeli (Porziuncola) und Rivotorto (Wallfahrtskirche).

Nicht vergessen sollte man, sich in die Toskana zu begeben zum Santuario (Wallfahrtskirche) della Verna (Arezzo), wo Franziskus seine Stigma (Wundmale) erhielt, und auch zum Convento (Kloster) delle Celle (Cortona). Auf seinem Pilgerweg im Jahre 1211 kam der Heilige Franziskus zur Isola Maggiore auf der Suche nach Einsamkeit für die Fastenzeit: zur Erinnerung wurden eine Kirche und ein Kloster auf einem Feldblock errichtet, welcher noch sichtbar ist, und es wird gesagt, daß es noch seine Fußstapfen gibt. Nicht weit von Castel Rigone stattdessen, ist Ziel des Kultes ein großer Naturstein, über den gesagt wird, daß er für eine Nacht das Bett des Heiligen gewesen sei. Und nach wie vor in Castel Rigone, wenn man über Spiritualität und die damit verbundenen Orte spricht, befindet sich dort  das Santuario della Madonna dei Miracoli (Wallfahrtskirche), wo ihm die Jungfrau Maria erschienen sein soll. Es ist eines der Meisterwerke der Renaissance-Kunst und es scheint, von Bramante entworfen zu sein aufgrund der Ähnlichkeit mit der Außenfassage des Santuario di Mongiovino (Panicale). Angesichts der vielen Wunderorte als Folge der Marienerscheinung, ist die Wallfahrtskirche Mongiovino als das größte Beispiel der Dekoration mit Fresken aus der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts in Umbrien anzusehen. Es kostete 200 Jahre an Arbeit und ist ein großes Kunstwerk in Form eines griechischen Kreuzes. Ein  Architektenstück, von Bramante im Jahre 1513 entworfen, mit in jeder Ecke gemalte Fresken (zit. E.Sgarbi), das zu den Orten der Wunder in Italien gehört (zit. V.Sgarbi)

Vielleicht ist es die Schönheit und Heiligkeit der Orte, weshalb die franziskanische Bewegung eine große Gefolgschaft am Trasimeno hatte, denn auch hier wandelte er. Unter ihnen ist einer der ersten Entdecker gewesen, der Mönch Giovanni da Pian del Carpine, geboren in Magione im Jahre 1200.

Wenn man sich der Geschichte erinnert, so begab er sich auf eine lange und gefährliche Reise im Jahre 1245 – schon vor der Zeit Marco Polos  – für Papst Innozenz IV. von Frankreich in die heutige Mongolei zum Großen Khan, um ihm eine Botschaft des Friedens zu übergeben.

Ein paar Jahre und ein paar Kilometer weiter, wurde am Trasimeno die Heilige Margarita geboren, eine mutige Frau von unvergleichbarer innerer Kraft, genug, um zur wahren spirituellen Tochter des Heiligen Franziskus zu werden. Sie wurde 1247 in Laviano (Castiglione del Lago) geboren und nach traurigen Schicksalsschlägen stabilisierte sie sich in Cortona und wurde Franziskanerin des Dritten Ordens. Ihre Bekehrung ist Ergebnis der Buße als “Magdalena Novella” (zit. Benedikt XVI.), die in der Nähe einer Eiche ihre wahre “Umkehr” fand, in der Nähe des Ortsteils I Giorgi (Castilgione del Lago).

Zum Thema Frieden war eine unvergeßiche Figur der Stärke Franco Rasetti, Physiker, Paläontologe und Botaniker, geboren im Jahre 1901 in Pozzuolo Umbro (Castiglione del Lago), wo der Sitz des Vereins gleichen Namens sich befindet und zu seinen Ehren einen Bronze-Büste gewidmet wurde. Er war einer der “Jungs der Via Panisperna” (Physik der Neutronen), die Physiker unter Enrico Fermi waren, aber die Physik aufgaben, als die Studien sich fokussierten an der militärischen Forschung, so daß er sein Engagement naturalistischen Studien widmete.

Hinsichtlich eines Ortes von großer Schönheit und Faszination ist der Campo del Sole in Tuoro sul Trasimeno: ein Hauch von Frieden geht von ihm aus in dem Sczenario der Schlacht am Trasimeno, wobei das Thema der Säulen aus dieser Arbeit so etwas macht wie ein Stonehenge unserer Zeit. Es ist ein Gartenmuseum mit freiem Eintritt und wurde in den achtziger Jahren verwirklicht. Es sind 27 Stein-Skulpturen zu bewundern an diesem typischerweise stillen Ort.

Die Arbeit von Pietro Cascella (er ist einer der Künstler unter den zeitgenössischen derzeitigen italienschen und ausländischen Künstler, auch Giò Pomodoro), der ihn als Ort der Medition konzipiert hat und die die menschliche Sehnsucht nach einem Dialog mit dem Himmel ausdrücken soll, so wie Gott ihn verstanden hat.

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